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The Legend of Zelda: Twilight Princess

The Legend of Zelda: Twilight Princess

Info | Review | Rating | Links | Pictures | Wallpapers | Movies | Help | Downloads | Music


Erschienen: Europa: 8.12.2006
Japan: 2.12.2006
Nordamerika: 19.11.2006
Hersteller: Nintendo
Vertrieb: Europa: Nintendo
Japan: Nintendo
Nordamerika: Nintendo
System: GameCube Wii
Review von: squall38


Review


Die Story: Link ist der beste Reiter des Dorfes Ordon. Für seine Hilfsbereitschaft wird er von den anderen Dorfbewohnern geschätzt, für die Kinder ist er ein Vorbild. Gerne demonstriert er ihnen seine Fechtkünste, welche er vom besten Kämpfer des Dorfes lernt. Diese Idylle wird vom Lichtgeist Phirone geschützt, welcher im Auftrag der Göttinnen unfern vom Dorf über dessen Bewohner wacht.
Der Tag kommt da Link seine Heimat zum ersten mal alleine verlassen soll, um ein Geschenk des Dorfes dem König von Hyrule zu überbringen. Doch als er gerade aufbrechen will, stürmen grausige, Wildschwein-reitende Monster Ordon und entführen die Kinder des Dorfes. Sie verschleppen Ilya, Links Freundin seit Kindertagen, vor seinen Augen.
Link eilt zur Rettung, doch wird er an der Grenze des Dorfes in eine bizarre und dunkle Welt gerissen - die Schattenwelt. Seiner menschlichen Gestalt beraubt, sucht Link nach seinen entführten Freunden...

Das Spiel: Nach 3 Jahren Wartezeit wird ein neues Kapitel der Legend of Zelda aufgeschlagen: Twilight Princess. Was entstand unter dem Druck der wohl höchstmöglichen Erwartungen der Fans und dem bevorstehenden Generationswechsel im Konsolenmarkt?

Zunächst bietet Twilight Princess die aus Ocarina of Time, Majora's Mask und Wind Waker bekannte Spielmechanik. Link, dieses mal etwa im Alter eines Teenagers, streift durch eine große und nahtlos zusammenhängende Welt, lehrt den verschiedensten Monstern in zahlreichen Echtzeitkämpfen mit dem Schwert das Fürchten und knackt in Dungeons knifflige Rätsel.
Bevor ich die einzelnen Eckpunkte dieses bekannten und überarbeiten Zelda-typischen Gameplays genauer erläutere, kurz zu den Neuerungen im Spiel. Zunächst wäre da natürlich die neuartige Steuerung der Wii-Version. Durch Bewegung der Wii-Remote kann Links Schwert geschwungen werden - jedoch wird die Bewegung nicht 1:1 ins Spiel übertragen. Bereits kleine Bewegungen reichen aus, um Link gewaltige Hiebe ausführen zu lassen. Wegen der hohen Gegneranzahl im Spiel wäre die Drescherei wohl sonst ziemlich anstrengend. Ebenfalls kommt die höhere Präzision der Wiimote bei Verwendung von Distanzwaffen wie Links Bogen oder dem Fanghaken zum Einsatz. Im Gegensatz dazu spielt sich die GameCube-Version haargenau so wie die Vorgänger seit Ocarina of Time. Obwohl die Wii-Steuerung in vielerlei Hinsicht eine Bereicherung darstellt, wird sie jedoch auch gelegentlich eure Geduld auf die Probe stellen.
Die zweite auffällige Neuerung ist Links Verwandlung in einen Wolf und das Betreten der Schattenwelt. Als Wolf verfügt Link über andere und teils animalische Fähigkeiten - so zum Beispiel das Buddeln in weicher Erde oder das Einsetzen des "Gespürs". Durch das Gespür können für Menschen nicht erkennbare Dinge, wie vergrabene Schätze, aufgespürt werden. Dank des Gespürs können auch Personen oder Gegenstände durch ihren Geruch gefunden werden. Ebenfalls kann Link als Wolf eine Melodie heulen - dies ist jedoch nur selten erforderlich.

In Wolfsgestalt kann Link jedoch keine Gegenstände aus seinem Inventar einsetzen. Nicht weniger als 16 Hilfsmittel für seine menschliche Gestalt findet Link im Laufe des Spiels. Neben einigen alten Bekannten wie Pfeil & Bogen, dem Bumerang oder dem Greifhaken, warten einige interessante Neueinführungen darauf gefunden zu werden. So zum Beispiel eine Art Gleiter, der einem rotierendem Kreisel ähnelt. Mit ihm kann Link an speziellen Schienen steile Wände überwinden.
Ebenfalls wieder mit dabei sind Flaschen, in die Link verschiedene Dinge füllen kann. Heiltränke, Feen, sogar verschiedene Angelköder. Ja, auch das beliebte Minigame aus Ocarina of Time ist wieder vertreten. Dieses mal ist die Angel jedoch fester Bestandteil des Inventars, und Link kann angeln woauchimmer es ihm gefällt. Es gibt zahlreiche verschiedene Fische in den Gewässern um Hyrule, doch am meisten Spaß macht das Angeln weiterhin am Angelteich.

Neun Dungeons gilt es dieses mal zu bewältigen. Es gilt sie Stockwerk für Stockwerk abzuklappern - eine Karte und ein Kompaß dienen der Navigation (wenn man diese findet). Um zum Boss eines Dungeons zu gelangen darf natürlich der Master-Schlüssel nicht fehlen. In der ersten Spielhälfte sind die Dungeons sehr typisch für ein Zelda-Spiel, später zeigt sich jedoch, dass den Entwicklern noch lange nicht die Ideen ausgegangen sind. Als alteingesessener Zelda-Spieler sollte ich wohl die traditionelleren Dungeons bevorzugen, doch ehrlich gesagt überkam mich in diesen häufiger das Gefühl, alles schonmal in etwas anderer Form gesehen zu haben. Ebenfalls waren auch weder die Rätsel noch die Kämpfe eine große Herrausforderung. Aufgrund der gut durchdachten und perfektionierten Spielmechanik störte mich dies jedoch nur wenig.
Ebenfalls furchteinflößend und beeindruckend präsentieren sich die Endgegner der Dungeons. Ihre Angriffsmuster sind jedoch selbst für Anfänger leicht zu durchschauen und meist mit wenigen Versuchen zu bezwingen.
Auch wenn der Schwierigkeitsgrad meiner Meinung nach zu niedrig angesetzt ist, wirkt er doch konsistenter als beispielsweise in Wind Waker. Von Anfang bis Ende fühlt man sich weder gelangweilt noch gefrustet.

Twilight Princess führt wieder einen unterstützende Begleiterin ein - diesmal jedoch keine süße liebe Fee, sondern eine fiese, arrogante und zwielichtige Dämonin. Midna hilft Link aus seinem Verlies zu entkommen, nachdem er die Schattenwelt betritt. Im Spiel kann man sie jederzeit um ihren Rat bitten.
Komplett fallengelassen werden dagegen Links magische Fähigkeiten. Dies ist etwas verwunderlich, und ich frage mich, ob dies aus Zeitgründen geschah.
Ebenfalls verschwunden ist die Möglichkeit, die Waffen der Gegner zu verwenden, wie es in Wind Waker der Fall war. Naja, das nehme ich den Entwicklern nicht wirklich übel. Dieses mal ist es übrigens möglich, einige Gegenstände mit den Pfeilen zu kombinieren. So entstehen in Kombination mit Bomben die Bomben-Pfeile. Apropos Bomben: davon gibt es dieses mal drei verschiedene Sorten. In einer Bombentasche kann jeweils nur eine Sorte getragen werden... was davon zu halten ist, überlasse ich euch.

Optisch hat Twilight Princess durchaus seine Momente. Detailreiche und hervorragend animierte Charaktere und Gegner, abwechslungsreiche und große Landschaften, gute Fernsicht und wenige Slowdowns bilden hier die Stützpfeiler. Der Kamerafokus-Effekt aus Wind Waker wurde entfernt, ein neuer Lichtschimmer-Effekt kommt hinzu. Die durch die Tageszeit beeinflusste Lichtstärke und -einfallswinkel können das Erscheinungsbild einer einzelnen Szene grundlegend verändern.
Lediglich einige niedrigauflösende Texturen und das in der Lichtwelt eher schlichte Himmelszelt trüben die Pracht ein wenig. Insgesamt ist Twilight Princess jedoch auch optisch sehr gut gelungen und zieht einen sauberen Schlussstrich zum Ende einer Konsolengeneration.

Musikalisch wird jedoch nur wenig Innovation geboten - der übliche Zelda-Soundtrack. Episch, fesselnd, packend. Wieder gibt es keine Sprachausgabe, dafür aber einige teils recht witzige Voice-Samples.

Die Spieldauer beträgt bis zum Spielende etwa 70 Stunden. Danach warten noch einige Aufgaben, die nicht zur Beendigung des Spiels nötig sind. Ein geübter Zelda-Spieler könnte jedoch sicher auch nur 50 Stunden benötigen um den Abspann flimmern zu sehen, eher aber 60. Da das Spiel mit einer ungemeinen Menge an Details angereichert ist, wird es aber wohl mehrmaliges Durchspielen erfordern, um wirklich alles zu sehen.

Meine Meinung: Als Wind Waker veröffentlicht wurde, passte vielen Fans von Ocarina of Time nicht, dass es so überhaupt nicht war wie Ocarina of Time. Obwohl dies eine oberflächliche Feststellung dieser Fans ist, frage ich mich, wieso jemand ein Spiel haben will, dass genau so ist wie ein anderes. Warum spielt man nicht einfach jenes andere? Naja, diese Sorte Fans würde ein Zelda-Spiel nicht mal erkennen wenn es ihnen in den Allerwertesten treten würde.
Ist Twilight Princess die Art Sequel, wie sie die großen Spielekonzerne alle Jahre wieder ausspucken? Die notwendige Neuauflage eines alten Spiels, das mit neuerer Grafik und wenig Innovation nur ein Update darstellt?
Zugegebenermaßen hatte ich bei Twilight Princess eben genau diese Befürchtung. Doch wie jedes mal, wenn ich ein Spiel über das so viel diskutiert wird in meine Finger kriege, versuche ich alles, dass mich irgendwie beeinflussen könnte zu vergessen und konzentriere mich nur auf das Spiel. Bei einer charakterstarken Reihe wie dieser ist es jedoch fast unmöglich, nicht mit den Vorgängern zu vergleichen. Also taxiere ich 60 Stunden lang das für und aber um dann erst am Ende zum Ergebnis zu kommen: Twilight Princess ist ein Hammerspiel, das Spaß macht. Wen kratzt es schon ob es besser oder schlechter ist als die Vorgänger. Legt es euch einfach zu und taucht ein in das größte Hyrule der Zelda-Geschichte. Ihr werdet es nicht bereuen... keinen Augenblick lang.


Grafik: 93%
Sound: 83%
Spielspaß: 91%
Gesamt: 90%
Pro: Atemberaubend schön, auf seine Weise einzigartig
Contra: Trotz einiger Wendungen kaum Handlung
Fazit: Kein Zelda-Must Have, sondern ein Twilight Princess-Must Have











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